Warum ein Redesign Ihrer Seite sinnvoll sein kann.

Ursachen für mögliche Probleme

In der Zeit des Browserkriegs in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre führten Netscape und Microsoft in ihren Browserversionen immer wieder Features ein, die die Gestaltung von Webseiten erleichtern sollten. Leider wurden damit immer wieder potentiellen Besuchern und Kunden der Zugang zu den Angeboten erschwert bzw. unmöglich gemacht, da sie ihren Zugriff auf das Internet mit der "falschen" Software vornahmen.

Kann man es sich als Firma wirklich leisten, auf 10% oder gar 20% der potentiellen Kundschaft zu verzichten, nur weil diese nicht den Lieblingsbrowser des Webdesigners benutzen?

Auch heute werden nicht wenige Webseiten mit dieser Philosophie erstellt. Außerdem sind noch viele technisch veraltete Webseiten im Internet zufinden. Der Spruch Diese Seite ist optimiert für ..., diese oder jene Auflösung, bitte laden Sie sich ... herunter. findet sich selbst Jahre nachdem man auf solche Techniken angewiesen war, um optisch ansprechende Seiten zu erstellen, auf viel zu vielen Seiten. "War", weil es dieser Techniken heute nicht mehr bedarf. Hierfür wird im modernen Webdesign eine sogenannte Stylesheet-Sprache verwandt. Die gängigste der dazu zur Verfügung stehenden Sprachen ist CSS.

Tatsachen

Das Internet ist keine Abbildung drucktechnischer Erzeugnisse auf elektronischem Wege. Es ist angelegt, Informationen bereitzustellen, die mit einer Vielzahl verschiedenartigster Programme auf den unterschiedlichsten Systemen abgefragt werden können. Dazu gehören eben nicht nur die gängigen graphischen Browser, wie zum Beispiel der MS Internet Explorer, der Firefox/Mozilla oder der Opera Browser.

Auch (Nur)Textbrowser, wie Lynx, Braillezeilenprogramme und Programme zur Ausgabe einer Webseite über einen Lautsprecher gehören zu den möglichen Ausgabeprogrammen. Um sich einen Eindruck von der Darstellung in einem Nurtextbrowser zu verschaffen können Sie Ihre Seite über den Lynxviewer auf delorie.com anschauen. Und das sind längst nicht alle Möglichkeiten, eine Webseite anzuzeigen bzw. auszugeben.

Ebenso können Sie, ausgehend von der Annahme eines graphischen Browsers, nicht ahnen, in welcher Größe die Seite angezeigt wird. Weder die Bildschirmauflösung, noch die Größe des Browserfensters ist zuverlässig ermittelbar. Auch die Verfügbarkeit bestimmter Techniken, z. B. JavaScript oder ein Flashplugin, kann nicht vorausgesetzt werden.

Der Webseitenbetreiber bestimmt den Inhalt der Seite, der Benutzer jedoch die Anzeige derselben.

Ein weiterer häufig gemachter Fehler ist die Erstellung von Webseiten unter den Prämissen, die für Druckerzeugnisse gelten. Ist die Anordnung von Bildern noch einigermaßen zu kontrollieren, wird die Kontrolle der Schriftgrößen und der Farben für alle Anzeigeprogramme zu einer unmöglichen Aufgabe. Stellen Sie sich vor, dass ein sehschwacher Besucher Ihrer Seiten die Schriftgröße nach seinen Bedürfnissen anpasst. Wenn auf diese Möglichkeit bei der Erstellung der Seite nicht Rücksicht genommen wurde, kann das Design Ihrer Seite auf dem Anzeigeprogramm dieses Besuchers zerstört sein. Schlimmer noch, die Seite kann unbenutzbar sein, da Texte eventuell aus dem Anzeigebereich verschwinden. Somit ist die Information über Ihr Produkt für diesen Besucher einfach nicht vorhanden.

Dadurch ergibt sich folgendes Bild. Sie, als Webseitenbetreiber können das Aussehen Ihrer Webseite zwar festlegen, ob die Seite aber so angezeigt wird, wie Sie es wünschen, können Sie nicht kontrollieren.

Egal, ob es zum Beispiel um die Farbgebung oder die Schriftgrößen und -arten geht, Sie können und sollten nicht davon ausgehen, dass sie überall, wie gewünscht, angezeigt werden, auch wenn dies in den meisten Fällen zutrifft.

Schlussfolgerungen

HTML stellt dem Ersteller von Webseiten verschiedene Elemente für verschiedene Aufgaben zur Verfügung. So gibt es Elemente, die Überschriften kennzeichnen, solche für Textabsätze, Listen oder auch Tabellen. Wenn diese Elemente entsprechend Ihrem Zweck eingesetzt werden, kann jedes HTML-fähige Programm Ihre Informationen bereitstellen.

Zu diesen Programmen gehören übrigens auch die Roboter der Suchmaschinen. Auch sie lesen eine Webseite, konkret den Inhalt, der mit HTML ausgezeichnet ist. über die Kennzeichnung eines Wortes z. B. als überschrift wird eine Gewichtung der Relevanz des Wortes als Suchbegriff für die Seite festgelegt. Somit ergibt sich, ob die Seite über dieses Suchwort im Index der Suchmaschine erscheint und zusätzlich auch das Ranking, sprich die Platzierung der Seite, bei der Suche mit diesem Wort.

Wenn also ein übermaß an Informationen mit Graphiken oder z. B. mit Flash dargestellt wird und der Textanteil gering bis nicht vorhanden ist (auch solche Fälle gibt es), findet der Suchmachinenroboter nichts Verwertbares. Die Konsequenz dessen ist, dass die Seite über eine Suchmaschine nicht auffindbar ist.

Durch die konsequente Trennung von Inhalt (HTML) und Aussehen (CSS) der Webseite wird gewährleistet, dass jedes Programm, welches HTML anzuzeigen vermag, die Informationen, die Sie bereitstellen, für den Besucher Ihrer Seiten verfügbar macht.

Weiterhin können Sie für einen Großteil der Besucher Ihrer Webseite das Aussehen der Seiten Ihres Angebots vorgeben. Schließlich soll die Seite auch optisch einen Wiedererkennungswert haben. Es ist also keineswegs so, dass beispielsweise keine Farbvorgaben gemacht werden sollten, so sie gewünscht sind. Wenn dies mit CSS erfolgt, stellen Sie sicher, dass das pure HTML immer zugänglich ist, und Browser, die CSS verwerten können, Ihre Seite in voller Farbenpracht anzeigen. Die Angabe der Layoutvorgaben in einer zentralen CSS-Datei hat einen weiteren Vorteil: Mit einer änderung/Anpassung in dieser einen Datei passen Sie das Layout Ihres Webangebots in Gänze an die neuen Gegebenheiten an.

Wenn Sie Ihre Probleme mit Ihrem Webauftritt in dieser Beschreibung wiedergefunden haben, und Interesse an der Abstellung dieser Probleme haben, kontaktieren sie uns über unser Kontaktformular. Wir übernehmen die überarbeitung Ihrer Webseite, um derartige Fehler abzustellen.